Hungerdiva
Freitag, 3. September 2010 – 16:06 Uhr
Ich, ganz subjektiv.
Montag, 30. August 2010 – 12:00 Uhr
Ich darf mit Stolz mein »Baby« präsentieren:

104 gebundene Seiten. Blauer Umschlag, silberfarbene Prägung. Auf der CD-ROM, gelightscribet, Tabellen mit einem Umfang von 515 Seiten.
Ich bin sehr zufrieden, glücklich, stolz, weniger erschöpft als je angenommen, umso voller wieder vor Tatendrang. Den kann ich gut gebrauchen, denn während die Gutachter nun das Wort haben, werde ich mich noch meiner letzten Modulabschlussprüfung, einer fachdidaktischen Hausarbeit über Kupfer in der Lausitz, stellen.
Freitag, 27. August 2010 – 17:34 Uhr
Man kann afrikanisieren, amerikanisieren, arabisieren, europäisieren, aber nicht asiatisieren. Offensichtlich ist Asien derzeit noch nicht so mächtig und erstrebenswert, dass man dem Wort einen Platz im Wörterbuch gönnt.
Interessant ist dabei, dass der Duden die Begriffe sehr unterschiedlich definiert:
Donnerstag, 26. August 2010 – 16:02 Uhr
Unser Füllmaterial besteht entweder aus Maisstärke oder aus transparentem, chemisch neutralem Polyethylen, das mit Raumluft befüllt wurde. Letzeres kann über den Wertstoffsack oder den nächsten Wertstoffhof recycelt werden.
Das Material aus Maisstärke ist rückstandsfrei kompostierbar und wird zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Dieses kann ganz einfach über Ihre Haus-/Biomülltonne oder den Kompost entsorgt werden.
Die Quizfrage ist nun: Woraus bestehen die Flocken, die das Papier, auf das ich meine Masterarbeit drucke, beim Versand vor Transportschäden geschützt haben.
Oder sollte ich die Hälfte in die Biotonne und die andere Hälfte in den gelben Sack werfen?
Sonntag, 22. August 2010 – 10:24 Uhr
Langenscheidt hat seine Internetseite überarbeitet. Sie ist besser als die Vorgängerversion, was aber ein Leichtes ist, so schlecht wie die alte Website war.
Im Bereich Wörterbücher hat man sich zu tollen Symbolen durchgerungen. Das Problem an einem Symbol ist, dass es Bedeutungen evoziert, die fernab der intendierten liegen.

Nehmen wir zum Beispiel das Eurowörterbuch. Von der größe her steht es zwischen Universal- und Taschenwörterbuch. Trotz des Namens ist das Eurosymbol hier fehl am Platz, denn es erinnert an Geld, Wirtschaft und somit eher an ein Wirtschaftsfachwörterbuch.
Beim Symbol für das Businesswörterbuch, ein Handy, erwartete ich eher Anwendung für mobile Geräte aus dem Hause Apple oder für Android-Telefone, aber sicherlich nicht das gemeinte Wörterbuch. Der Doktorhut hat für mich auch nichts mit Schule zu tun und der An- und Ausschaltknopf schon gar nichts mit einem auf Papier gedruckten Power-Wörterbuch.
Schade, dass sie nicht auch die Handwörterbücher in die Auflistung aufgenommen haben. So ein Handsymbol als Zeichen für die Handlichkeit wäre doch mal was, denn von Handlichkeit kann bei den Handwörterbüchern eigentlich keine Rede sein.
Samstag, 21. August 2010 – 10:31 Uhr
In Schottland sind Verbote, wie schon im vorletzten und letzten Jahr berichtet, en vogue, insbesondere bei der Eisenbahn.
Während bei uns die 15-Euro-fürs-Rauchen-auf-dem-Bahnsteig-Strafe so konsequent durchgesetzt wird, dass die Leute unbehelligt unter Rauchverbotsschildern zum Glimmstängel greifen, sollte man es sich bei ScotRail nicht trauen, sich auf einen reservierten Sitzplatz zu setzen:

Das kostet 50 £. Das Vierfache wird fällig, wenn man unbefugterweise das Reservierungsschildchen entfernt.
Samstag, 21. August 2010 – 10:15 Uhr
Schabefleisch kann für die Mundhygiene ein ziemliches Problem sein. Doch zum Glück gibt es:

Freitag, 20. August 2010 – 09:02 Uhr
Die Reykjavíker Hallgrímskirkja hat eine faszinierende Architektur. Die Front, fotografisch von Rob festgehalten, ist geradezu erdrückend.
Von der Seite wirkt das Gebäude gewohnter, kirchenhafter:

Ebenfalls ungewöhnlich ist im Übrigen das Kirchengestühl. Da die Kirche auch für Musikveranstaltungen genutzt wird, sich die Orgel aber am Eingang, die Kanzel hingegen in Altarnähe befindet, war man ganz pragmatisch und wählte die Wechsellehne.

Nach links geht der Blick zum Profanen, nach rechts zum Sakralen.
Donnerstag, 19. August 2010 – 21:11 Uhr
Ich finde Google StreetView toll und verstehe die ganze Hysterie nicht. Naja, wenn man im Sommerloch als Politiker nichts zu sagen und als Medien nichts zu berichten hat, dann stürzt man sich auf das böse Internet und Google, die Reinkarnation des Bösen.
Es ist schon eigenartig, wenn in der RBB-Abendschau und ARD-Tagesschau gebetsmühlenartig die Möglichkeit erwähnt wird, das Eigenhaus verpixeln zu lassen, bei vielen anderen Beiträgen aber genau das gezeigt wird: Häuser. Wo die stehen, ist gerade bei Berlin-Beiträgen kein großes Rätsel.
Ich überlege daher, täglich der Abendschau zu schreiben, dass in einem Beitrag das Haus, in dem ich wohne, gezeigt wurde. Selbstredend bestehe ich auf eine Verpixelung.
Donnerstag, 19. August 2010 – 17:09 Uhr
Vor zwei Jahren ließ ich ein biometrietaugliches Foto für den Reisepass machen. Ich fand, ich sehe darauf aus wie ein Verbrecher.
Heute nun ein neues Foto, für einen neuen Personalausweis. Die gute Nachricht: Ich sehe nicht mehr aus wie Verbrecher. Die schlechte Nachricht: Ich sehe aus wie der Anführer einer fanatisch-christlichen Sekte. Auch nicht viel besser. Zumal ich jetzt 10 Jahre so aussehen werde.
Donnerstag, 19. August 2010 – 16:30 Uhr

So ein Schild, gesehen in Reykjavík, ist doch viel sympathischer als Super-Ingo von der Tankstelle.
Donnerstag, 19. August 2010 – 08:18 Uhr

Als ich im August 2008 das erste Mal in Reykjavík war, wusste ich nicht, dass man die Bank, bei deren Zentrale die Fenster im Sonnenuntergang glühten, bald in der Tagesschau würde sehen können. Kaupþing. Die einst größte Bank in Island ist zum Inbegriff der isländischen Staatsverschuldung geworden.
Im Jahr darauf, auf dem Weg nach Amerika, wusste ich natürlich, was Kaupþing ist.

Doch nun, beim diesjährigen Stopp in Islands Hauptstadt, musste ich feststellen: Es hat sich ausgekaupþingt.

»Arion Bank«, so der neue Name seit Ende 2009, soll den Neuanfang deutlich machen. Arion ist in der griechischen Mythologie ein sehr schnelles, sprechen könnendes Pferd. Es sei unsterblich. Vielleicht wird die »Arion Bank« langlebiger als die 2003 aus der Fusion zweier Banken hervorgegangene Kaupþing sein.
Mittwoch, 18. August 2010 – 21:48 Uhr
Auch ich habe Zauberasche gekauft. Meine aus zwei Vesuvgesteinen bestehende Vulkansammlung ist nun um Eyjafjallajökullasche bereichert.
Sehr geschickt von den Isländern, in den Zeiten der Krise mit staubig-pulvriger Asche Asche zu machen.
Auch in der T-Shirt-Industrie rollt der Rubel, beziehungsweise die isländische Krone. Es gibt T-Shirts, auf denen einem erklärt wird, wie Eyjafjallajökull auszusprechen sei. Leider hat man dafür nicht das internationale phonetische Alphabet [ˈɛɪ̯jaˌfjatl̥aˌjœkʏtl̥] bemüht, sondern es so hingeschrieben, wie ein Anglophoner es schriebe, wenn er es irgendwie aufschreiben müsste. Aus Linguistensicht total unnerdig.
Und dann gibt es T-Shirts, die ironisch bis drohend mit der eigenen Haushaltslage umgehen:

Samstag, 14. August 2010 – 18:21 Uhr


Am Ausgang des Fjordes Eyjafjörður, an dessen südlichem Ende die Stadt Akureyri liegt.
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