Fragezeichen.
Dienstag, 18. Dezember 2007 – 12:04 Uhr
»Ich bekomme 1,26 € von Ihnen«, sagte der Postmann, mir eine Sendung unter die Nase haltend. Schneller hätte der gute Mann nicht zum Punkt kommen können. Portmonee geholt; zum Glück 1,26 € gefunden (heutzutage werden die Damen und Herren der Deutschen Post ja ohne Wechselgeld losgeschickt); weil es unterfrankiert, sei dies notwendig, erläutert man mir. Egal. Mein Name steht drauf, wird schon für mich sein.
Kein Absender. Ich überlege, ob ich irgendwo etwas bestellt habe, was noch eintreffen müsste. Mir fällt nichts ein. Inhalt fühlt sich eigenartig an. Ich rufe meine Oma an, damit zumindest irgendjemand Bescheid weiß, falls es »Boom bada boom, boom, boom« zwischen meinen Händen macht. In manchen Momenten kommt man schon auf komische Ideen.
Umschlag geöffnet. Kein Boum. Huh. Erleichterung. Wie gesagt: Komische Ideen hat man manchmal. Ich packe aus, etwas ist in Zeitungspapier, genauer gesagt in Seite 4 der Tagesspiegel-Wochenendausgabe eingewickelt. Zwei sehr schöne Dekoelche:


Vielen herzlichen Dank für diese weihnachtlichen Elche, die sich, wie folgender dem Brief beiliegender Text unterstreicht, nach einer Familienzusamenführung sehnen:
Ich habe meine Familie verloren. Einst standen wir alle nebeneinander auf unseren Sokeln. Der Geist des Elches hilft dir!
Bei Frau creezy, Herrn Markus, Herr Spontanvegetation und Frau Liisa sind auch entsprechende Briefe aufgetaucht.