kleine Frau, große Stimme
Freitag, 13. Juni 2008 – 23:53 Uhr
Gestern Abend war ich auf dem Berlin-Konzert des frankokanadischen Popstars Céline Dion.
Um es kurz zu machen: Es war Wahnsinn. Die Stimmung in der Waldbühne war schon im Vorfeld prächtig und konnte selbst durch Jon Mesek, der im Vorfeld sang (seine Stimme war gewöhnlich, die Lieder gänzlich unspektakulär), und die deutschen Niederlage (eine unserer Informationsquellen) nicht getrübt werden.
Céline Dion war schlicht perfekt. Schöne Projektionen und gute Livebilder auf den Videowänden, gute Bühnenshow, nicht übertrieben, ein wirklich perfekter Gesang. Sie konnte sogar Mimik zeigen! Auch die Backgroundsängerinnen und -sänger vermochten, ebenso wie die Liveband, zu überzeugen.
Ein fabelhaftes Konzert einer stimmlich außergewöhnlichen Sängerin.
»Mein Leben. Mein Traum.«, so heißt die Biografie des Superstars. Berühmt zu sein, ist für viele Menschen sicherlich ein verlockender Traum. Es ist aber auch ein ziemlich entbehrungsreicher, der sehr viel Disziplin und perfektes Funktionieren verlangt. Wenn Céline Dion eines kann, dann ist es, diszipliniert zu sein und immer perfekt zu funktionieren. Kurz nach dem fabelhaften Konzert sah man sie hinten die Bühne verlassen, sie stieg in ein Auto, dass sie und ihren in Wirklichkeit noch viel älter aussehenden Ehemann René Angelil ins Hotel bringen wird. Das ganze Prozedere wiederholt sich bis ins nächste Jahr hinein alle zwei Tage.
Ich bin verdammt froh, dass ich auf der anderen Seite der Bühne stehe und das Ganze einfach nur genießen kann. Um nichts in der Welt wollte ich mit ihr tauschen.
*jalouse*