19. Januar 2009
Dienstag, 11. November 2008 – 11:04 Uhr
Bis voraussichtlich zu diesem Termin muss ich meine Bachelorarbeit abgegeben, denn ich habe sie heute angemeldet. Das Thema wird, vorbehaltlich der Genehmigung durch den Prüfungsausschuss, »Semantische Relationen in französischen einsprachigen Wörterbüchern« heißen. Eine ziemlich spannende Sache.
Unter anderem in solchen Beziehungen ist das Vokabular in unserem Gehirn organisiert und strukturiert. Es gibt folgende semantische Relationen:
- Synonyme (bedeutungsähnliche Wörter): Hund und Köter (abwertend)
- Antonyme (Wörter mit gegensätzlicher Bedeutung): warm und kalt (hier gibt es Zwischenstufen und Steigerungsformen); tot und lebendig (keine Zwischenstufen), kaufen und verkaufen (gleicher Vorgang aus unterschiedlichen Perspektiven) sowie einschlafen und aufwachen (zu einem Zustand hin und von ihm weg
- Hyperonymie (Oberbegriff) und Hyponymie (Unterbegriff): Blume mit den Unterbegriffen Rosen, Tulpen, Nelken, …
- Holonymie (Ganzes) und Meronymie (Teil): Kopf, Rumpf, Arme und Beine sind Teile des Körpers
Werden nun solche Strukturen des Wortschatzes im Wörterbuch verzeichnet, ist dies sehr hilfreich bei lexemfindungsbezogenen Fragen, also wenn ein Wörterbuchbenutzer ein bestimmtes Wort sucht. Mögliche Konsultationssituationen sind:
- Lexemfindungsfrage: »Wie sagt man nochmal, wenn ein König zurücktritt?«
- Lexemalternantenfrage: »Was kann ich statt ›zum Beispiel‹ sagen?«
- Wortschatzfrage: »Aus welchen Teilen besteht ein Flugzeug?«
Ob und wie dies bei französischen einsprachigen Wörterbüchern geschieht, ist Untersuchungsgegenstand meiner Bachelorarbeit.
*clap clap* Bin schon sehr gespannt!