Julius’ Blog

Ich, ganz subjektiv.

Potpourri des Tages

Dienstag, 16. Dezember 2008 – 22:59 Uhr

Gelaufen. Morgendlicher Berufsverkehr in der Straßenbahn. Kurz vor der Haltestelle Mollstraße/Otto-Braun-Straße sagte die Straßenbahnfahrerin, dass der Zug vor uns wohl eine Panne habe und die Weiterfahrt dementsprechend nicht möglich sei. Wir dürfen im Grünen aussteigen, sollen aber sehr vorsichtig sein. Gesagt, getan. An der Haltestelle laufend angekommen, entscheidet sich die defekte Bahn, doch zu fahren. Also alle wieder in die Straßenbahn. Hinter der Kreuzung überlegt es sich die Zicke von Bahn dann doch wieder anders, also wieder alle raus und zu Fuß zum Alexanderplatz. In der Zwischenzeit haben eine abbiegende Straßenbahnen sowie viele Autofahrer mit wenig Weitsicht es geschafft, die Kreuzung zu blockieren. Das löste sich jedoch auf, als uns die defekte Straßenbahn überholte.

Abgegeben. Die Bachelorarbeit ist in dreifacher Ausführung abgegeben, vom Prüfungsamt gestempelt und unterschrieben.

Ausgeliehen. Ich hab mir Literatur ausgeliehen für eine Hausarbeit im Modul »Sprachwissenschaftliche Methoden und Französischunterricht«. Das Thema heißt »Mentales Lexikon«. Es geht darum, wie Wortschatz in unserem Kopf »sortiert« sein könnte.

Misstrauisch beäugt. Ich mag Kleinwüchsige nicht sonderlich. Ich weiß zwar nicht wirklich warum, aber es ist so. Ich mag sie nicht, wenn sie gänzlich miesgelaunt in einem »Theater« arbeiten, das in Kürze von der TÜV-Prüfstelle für Fliegende Bauten nachkontrolliert wird. Voller Argwohn bin ich allerdings, wenn sie an der Kante des S-Bahnsteiges stehen, dabei eine volle und eine leere Bierflasche in der Hand halten, mit sich selbst reden, zwischendurch mal den Zugzielanzeiger beschimpfen und sonst aufs Gleis spucken. Nein, ich kann mir nicht helfen.

Entdeckt. Heute kam die Frage auf, warum hier eigentlich so viele Orte auf -ow enden. Etwa Pankow und Treptow. Die Antwort ist relativ simpel: -ow kommt aus dem Slawischen und ist ein besitzanzeigendes Suffix. Der Name der brandenburgischen Gemeinden Golzow zum Beispiel leitet sich ab von golc ›der Junge‹, der im Genitiv Plural die Form golcow ›der Jungen‹ hat. Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, was Pankow und Treptow heißen. (Wikipedia)

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4 Reaktionen

  1. gingerhead sagt:

    Julius! Man KANN nichts gegen den eigenen Wuchs! Und man kann sich auch als genormter Bürger furchtbar benehmen!

  2. Julius sagt:

    Keine Frage. Es gibt sogar sehr viele Nichtkleinwüchsige, die sich furchtbar benehmen und Kleinwüchsige, die normal sind, was auch immer man unter normal verstehen mag. Nichtsdestotrotz scheinen mir in Zirkussen und ähnlichen Veranstaltungen bisher nur obskure Kleinwüchsige über den Weg gelaufen zu sein, die dann mein Bild geprägt haben. In dieses passte auch der Herr von gestern. Auch wenn Vorurteile nicht zu den schönsten Eigenschaften eines Menschen gehören, man hat sie. Sich der Vorurteile bewusst zu sein, ist schon mal sehr wichtig, um sie ggf. auch verwerfen zu können.

  3. Vee sagt:

    Du Minderheitendisser!
    :-)

  4. Julius sagt:

    Ja ja. Wer ohen Sünde ist, werfe den ersten Stein!

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