ESC-Nachlese
Sonntag, 17. Mai 2009 – 10:30 Uhr
Norwegen hat den Eurovision Song Contest 2009 gewonnen. Laut Wikipedia ist Alexander Rybacks Fairytale mit einer Differenz von 169 Punkten zum Zweitplatzierten (Island) der erfolgreichste Beitrag in der Geschichte des ESC.
Dieser haushohe Gewinn passt zum ESC der Superlative. Eine gigantische Show, auch abseits der Beiträge, wurde einem auf einer riesigen Bühne mit unglaublicher Lichttechnik geboten.
Russland hat geprotzt, so wie es bei Großveranstaltungen immer protzt. Seht her, wir sind wer!
Leider hat sich an diesem Wochenende aber auch die Kehrseite des russichen Staates und der russischen Gesellschaft gezeigt: Die Moskauer Polizei löste gewaltsam eine Homosexuellen-Demo auf (via Herrn Clamix). Dabei gingen sie nicht nur hart gegen die Demonstranten vor, sondern auch gegen Journalisten. Peter-Philipp Schmitt von der FAZ schrieb über die Sicherheitskräfte: »Sie verbreiteten vor allem Unsicherheit, sogar Angst.« Es wird wohl noch viel Wasser die Moskwa herunterfließen, bis sich in der Russischen Föderation etwas zum Positiven ändert.
In diesem Sinne: Ich freue mich auf Norwegen. Ein Land, das sich nicht nur moder gibt, sondern es auch ist.
Und hoffentlich findet man keine so große Halle. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Norwegen einen kleinen, aber feinen, sehr familiären ESC auf die Beine stellen kann.
ich würde ja auf die wirklich sehr schön neue Oper in Oslo tippen…eigentlich müsste man dann ja mal hinfahren…