Zahlenspiele aus Wahllokal 03907
Sonntag, 27. September 2009 – 14:30 Uhr
Im Wahllokal 03907, in dem ich heute als ehrenamtlicher Wahlhelfer eingesetzt bin, sind exakt 2000 Wählerinnen und Wähler im Wählerverzeichnis eingetragen. 404 davon haben einen Wahlschein beantragt (Briefwahl), bleiben also 1596, die heute wählen dürfen.
Um Punkt 12 Uhr, vier Stunden nach Öffnung des Wahllokals, haben bereits 510 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, um 13 Uhr – Halbzeit – waren es schon 633. Gemeinsam mit den 404 Briefwählerinnen und -wählern sind dies 1037 Personen, rund 52 % Wahlbeteiligung.
Im Schnitt konnten wir bis 13 Uhr pro Stunde 125 Wählerinnen und Wähler begrüßen. Falls dieser Trend anhalten sollte, hätten wir am Ende 1250 Wählerinnen und Wähler, gemeinsam mit den Briefwählerinnen und -wählern 1654 Personen oder rund 83 % aller Wahlberechtigten. Das wäre für das Einzugsgebiet überraschend hoch. Berlinweit sieht der Trend nicht ganz rosig aus.
Ergänzung
Die Anzahl der Briefwähler wird bei der Berechnung der Wahlbeteiligung um 12 Uhr noch nicht berücksichtigt.
510 Wählerinnen und Wähler von 1596 Wahlberechtigten macht 32,0 %. Damit übertrifft unser Wahllokal den Spitzenwert des Wahlkreises Steglitz-Zehlendorf, wo um 12 Uhr eine Wahlbeteiligung in Höhe von 30,2 % gemeldet wurde.
Deutschlandweit lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr bei 36,1 %, ohne die Briefwähler (Bundeswahlleiter). Das sind gut 5,8 % weniger als bei der letzten Bundestagswahl. Dieser Negativtrend ist auch in Berlin festzustellen.
“Die höchste Wahlbeteiligung zur Mittagszeit wird aus dem Wahlkreis 80 Steglitz-Zehlendorf gemeldet (30,2 Prozent), die niedrigste aus Wahlkreis 76 Mitte mit 24,1 Prozent.”
Dann ist die Pressemeldung ja offensichtlich falsch. Oder aber sie haben die Personen mit Wahlschein nicht herausgerechnet und deren Wahlbeteiligung spontan mit 0% angegeben.
Oder aber ich habe mich auch schon wieder beim rumrechnen verzettelt