Terrorangst auf der Wiesn
Montag, 28. September 2009 – 12:41 Uhr
Einen Tag nach der Bundestagswahl, die wie erwartet Schwarz-Gelb und damit eine Politik gebracht hat, die nicht auf einen raschen Truppenabzug aus Afghanistan setzt, sind beim Münchner Oktoberfest die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft worden, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.
Grund sind die im Vorfeld der Bundestagswahl veröffentlichten Videos von Al Kaida, in denen mit einem Anschlag binnen der kommenden vierzehn Tage gedroht wurde, sofern nicht nach durch die Wahl politische Verhältnisse eintreten, die einen schnellen Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan begünstigen.
Eine Maßnahme ist das In-Gewahrsam-Nehmen von zwei Islamisten, denen keine Straftaten vorgeworfen werden, die jedoch bis zum Ende des Oktoberfestes inhaftiert bleiben sollen. Eine »Sternstunde« des Rechtsstaates. Vermutlich wird man sie da auch gleich drin behalten, falls es dennoch zu einem Anschlag kommen sollte. »Aus Schutz vor dem berechtigten Zorn des deutschen Volkes«, wie man im Dritten Reich die Schutzhaft euphemistisch begründet hätte.
Sehr eigenartig ist im Übrigen auch die Umfrage, die der Bayerische Rundfunk dazu durchführt:

Screenshot vom 28. Septemeber 2009, kurz nach 12 Uhr.
Mittlerweile hat man sie entfernt.