Julius’ Blog

Ich, ganz subjektiv.

Fernsehabgründe

Mittwoch, 31. März 2010 – 13:44 Uhr

Gestern Mittag wurde bei »We are family! So lebt Deutschland« ein neuer Abgrund deutschen Fernsehens aufgetan.

In Teil 1/2 vom Montag passierte Folgendes:

Der 25-jährigen Jurgie ist das Leben in Deutschland unerträglich geworden. Die zweifache Mutter will für immer auf die Philippinen zurückkehren. Ihre Kinder Günther (5) und Angie (2) aus der Ehe mit dem 60-jährigen Deutschen Manfred will sie mitnehmen. Doch Manfred ist strikt dagegen, Deutschland den Rücken zu kehren. Jurgie bleibt keine Wahl: Für das neue Leben in der Heimat auf den Philippinen muss sie Mann und Kinder verlassen. (Quelle)

Gestern dann das:

Die 25-jährige zweifache Mutter Jurgie lässt ihre Kinder Günther (5) und Angie (2) in Norderstedt bei Hamburg zurück um in ihre Heimat auf die Philippinen zurückzukehren. Doch dort angekommen vergeht die Euphorie schnell. Jurgies Eltern verstehen den Schritt der Tochter nicht und weisen sie ab. Außerdem findet die junge Frau keinen Job. Während Jurgie eine Enttäuschung nach der anderen erlebt, reist Ehemann Manfred mit den beiden Kindern auf die Philippinen, um seine Frau zu suchen und heimzuholen. (Quelle)

Pro7 ist natürlich mit der Kamera dabei. Ein Team begleitet die verzweifelte Jurgie und ihre beste Freundin bei der Jobsuche. Jurgie wird zwischendurch ein Job als Bartänzerin angeboten, später als Mädchen für alles in einer Ferienanlage; diesen Job nimmt sie schließlich an. In der Zwischenzeit verfolgt ein anderes Kamerateam den 35 Jahre älteren Manfred, optisch der Prototyp eines deutschen Sextouristen in Südostasien (aber zum Glück ist Manfred das nicht), und seine beiden philippinisch aussehenden Kinder Günther und Angie (nicht mit ä-, sondern mit a-Laut). Ich mag mir nicht vorstellen, was für ein Spießrutenlauf die Schule für die beiden so heißenden Kinder später einmal sein wird.

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2 Reaktionen

  1. gingerhead sagt:

    Warum schaust Du Dir diese Abgründe an? Du unterstützt dieses wunderbare Fernsehen damit doch nur! Ich kenne so einige, die immer völlig entsetzt von solchen Sendungen berichten, aber diese dann trotzdem immer wieder schauen. Ist das Grusel-motiviert? Oder bringt es ein “Gott-sei-Dank-bin-ich-normal”-Gefühl oder so? Uff… Obwohl, ich muß ja zugeben, daß darüber klatschen ja ganz nett ist…

  2. Julius sagt:

    Ich glaube, als Zuschauer solcher Sendungen hat jeder die Meinung, dass man selbst “besser” ist (was mal dahingestellt sei). Und wenn man die erste Minute gesehen hat, kann man vor Unglaube gar nicht mehr weggucken.

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